Ungeheuerlich, was sich das Kontraste-Magazin herausnimmt!

http://www.ardmediathek.de/tv/Kontraste/Die-unlauteren-Tricks-der-Ausl%C3%A4nderbeh%C3%B6r/Das-Erste/Video?bcastId=431796&documentId=47483596

Haben Sie ihn sich angesehen? Den Versuch, einen Politiker zu interviewen?

Welch eine Anmaßung! Da kommt so ein langweiliges Polit-Magazin, wie Herr Al-Wazir das nennt, daher, und wagt es, unbotmäßige Fragen zu stellen!

Einen Menschen zu belästigen, der in seiner Arbeit für die Gesellschaft derart aufgeht, daß er keine Zeit hat, noch daran zu denken, daß er nur dank Wählers Gnaden auf dem hohen Roß sitzt, auf dem er sich wähnt, ist ungeheuerlich!

Ich ermahne das Team des Kontraste-Magazins in aller Schärfe, sich für die Allgemeinheit aufopfernde Menschen wie diesen Grünen in Ruhe ihre Arbeit tun zu lassen: Ungerechtfertigte kritische Nachfragen behindern den Fortgang der politischen Arbeit!

BITTE UNTERLASSEN SIE DAS IN ZUKUNFT!

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Sibylle Berg über die BDS-Bewegung

Ja, von dieser (psychologischen) Seite her bin ich das Thema bislang nicht angegangen, aber ich glaube, Berg hat recht:

http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/selbstueberschaetzung-ein-wort-und-jeder-weiss-bescheid-kolumne-a-1163345.html

Es steckt eine ganze Menge Anmaßung und Selbstgerechtigkeit hinter dieser Kampagne, da finden Menschen, die sonst nicht wissen, gegen was sie ihren Haß abreagieren sollen, das alte Feindbild wieder. Und würden natürlich empört aufschreien, wenn man sie als das bezeichnen würde, was sie sind: Antisemiten. Feinde der Juden, getarnt als Feinde Israels. (Wobei man sich wieder fragen muß, was für eine idiotische Vorstellung von einem Staatswesen hier vorhanden sein muß, daß man alle bestrafen will, die in diesem Land leben. Alle! Merken die nicht, daß das ein widerwärtiges Pogrom ist?)

Aus Norwegen gab es ja leider wieder schlechte Nachrichten, als sich die LO (Norwegens größte Gewerkschaft) für die Teilnahme an der BDS-Kampagne aussprach. Ein unglaublicher Vorgang! Jedem unbedarften Beobachter müßte doch schlagartig klar sein, wie irrational und dumm die ganze Kampagne ist, daß sie von blankem Haß getragen wird und mit einem verstandesgesteuerten Versuch, die Welt zu verbessern, nichts zu tun hat.

Daher danke an Frau Berg und auch an Spiegel.de für diese öffentliche Stellungnahme!

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Die Demonteure der Demokratie

Es ist mir ein Anliegen, erneut auf das ungeheuerliche Verhalten dieser Politiker hinzuweisen:

https://www.youtube.com/watch?v=_q5E9ak7k_Q

Und ich verstehe nicht, warum zu keinem Zeitpunkt ein Aufschrei durch die deutsche Presse ging. Hat man sich schon so daran gewöhnt, behandelt zu werden wie Dreck unterm Schuh?

Macht das eigentlich Spaß, sich abkanzeln zu lassen wie Straßenköter? Wollt Ihr, liebe Journalisten, nicht auch einmal Eure Stimme erheben gegen solch ein Gebaren?

Ist es Euch Eure Würde nicht wert, dazu einmal Stellung zu beziehen?

Gute Nacht…

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Geschlechtergerechte Sprache oder: Wie entgendere ich einen Text?

Im letzten SZ-Magazin, Heft 31/2017, ging es um die Polizei. Klar, der Nachhall von G20 usw. Und es ging um das Marketing der Polizei. Anders gesagt, um ihr Getwittere. Wer etwas auf sich hält, twittert. Wer hätte gedacht, daß der dritte Weltkrieg eines Tages per Twitter erklärt würde? Dagegen ist ja Bohlens Schlußmachen per SMS eine höflich-ausführliche Variante moderner Kommunikation.

Aber ich schweife ab: Es geht darum, daß die SZ in Gestalt ihres Mitarbeiters Wolfgang Luef kritisch hinterfragt, warum Polizei wie twittern muß bzw. sollen dürfte. Oder müssen sollte.

Es fängt damit an, daß die Überschrift des Interviews Witz, komm raus! lautet. Das legt nahe, daß die Polizei mit ihren Tweets witzig sein will, aber durch das Wollen das Sein kompromittiert wird, da das Wollen stärker als das Können ist. Da ist was dran, finde ich, denn ich kann nicht verstehen, warum Polizei-Tweets zusätzliche Dimensionen brauchen im Vergleich mit den üblichen Presseverlautbarungen von Polizeidienststellen.

Außer man unterstellt, daß die Polizei sich nicht von Karnickelzüchtern, Waffenherstellern und Parteien unterscheidet. Wer im Kapitalismus etwas sein will, muß sich darstellen. Vorzugsweise so, wie er gesehen werden will. Diese Selbstdarstellung der Polizei ist das, was Herr Luef aufs Korn nimmt: Obwohl die Gewerbekommissarin, Frau Yvonne Tamborini, die allem Anschein nach in Berlin für den Twitter-Account der deutschen Polizei schlechthin zuständig ist, sagt, daß das Twittern der Imageförderung dient, also dem Polizei-Marketing, spricht er im Anschluß von einem hochoffiziellen Kanal. Da darf man erst einmal fragen, was ein hochoffizieller Kanal ist. Da fiel mir bislang nur das Amtsblatt ein. Daß Twitter jetzt auch dazugehört, ist mir neu. Ich müßte mal mit meinem Rechtsanwalt klären, ob Aussagen, die mir per Twitter zugehen, Rechtskraft besitzen.

Aber was stößt dem Herrn Luef hier wirklich sauer auf? Dieser Satz aus einem Tweet der Polizei:

“Vier Frauen und ein Mann wollten Klamotten und Klamottinnen klauen.”

Über die Frage, ob das ein guter Witz ist, will ich nicht streiten, das ist kompliziert. Aber eines ist klar: Aus irgendeinem Grund macht sich der Autor des Tweets über ein Phänomen lustig, das auch ich zum Kotzen finde, nämlich die Ideologisierung unserer Sprache. Aber Herr Luef ist weit entfernt von einer solchen Problematisierung und verkürzt, wie alle, die ideologisierte Sprache hip und angesagt finden, auf die Aussage: “Die Polizei parodiert da geschlechtergerechte Sprache über einen hochoffiziellen Kanal.”

Ja, und das mit Recht! Ich wünsche mir, das würden noch viel mehr Leute und Institutioninnen tun! Geschlechtergerecht! Das heißt im selbstgerechten Duktus der Verfechter solcher Sprachvergewaltigungen, daß nur der gerecht ist, der so dumm daherschwätzt. Wenn einer meint, er würde etwas zur Geschlechtergerechtigkeit beitragen, wenn er von Studierenden spricht, anstatt den korrekten Terminus Studenten zu benutzen, dann nimmt er die Realität als Wunschvorstellung wahr.

Und was viel schlimmer ist: Diese Form der Sprachverhunzung führt zu einer erheblichen Behinderung der Rezeption von Texten. Ich bin sowieso ein manisch getriebener, aber mir hilft es, wenn ich Texte entgendere. Dazu verwende ich diesen Stift:

https://www.amazon.de/gp/product/B00260VN6C/ref=oh_aui_search_detailpage?ie=UTF8&psc=1

Mit dem kann man mit zwei Strichen fein säuberlich aus

Die Bürgerinnen und Bürger Somalias leiden unter…

das hier machen:

Die Bürger Somalias leiden unter…

Und ich sage Ihnen: Es ist eine unvergleichliche Wohltat, die zweite Variante lesen zu dürfen. Die erste läßt mich nämlich immer fragen, was der Autor eigentlich von mir will, das reißt mich aus dem Kontext, ruft meinen Widerspruch hervor und lenkt meine Gedanken völlig weg vom eigentlichen Thema.

Die ganz schlimmen Sachen kann aber auch dieser SAKURA Pinselstift PIGMA BRUSH, dunkel sepia, nicht korrigieren: Die Menschen jüdischen Glaubens, die man früher Juden nannte.

Aber ich glaube, daß man einen Autor, der gelegentlich von -innen und -e(r)n schreibt, gerade noch goutieren kann, aber wenn er von Flüchtenden schreibt oder von Migrantinnen und Migranten, dann kann man wohl nicht mehr davon ausgehen, daß er noch bei klarem Verstand ist. Demzufolge würde ich von einer Lektüre dann auch Abstand nehmen.

PS: Die Überschrift ist eine Parodie auf den Wahn, der sich in den Blättern für deutsche und internationale Politik breitgemacht hat. Aus einer normalen Überschrift wird dort

Eine normale Überschrift oder: Wie Überschriften unser Sein verändern

Oh, Herr, laß Hirn regnen…

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Gerade auf SWR2…

Vor ein paar Minuten, es ist jetzt 0729, kam auf SWR2 ein Kommentar zum Rücktritt Carla del Pontes von ihrem Posten als UN-Sonderermittlerin in Syrien. Sie hat ja zum Ausdruck gebracht, daß das vor allem der Frustration geschuldet sei, die sie in ihrer Arbeit erlitten hat. Wofür der Kommentator größtes Verständnis hat, denn, und das ist das erste und einzige konkrete Beispiel, das diesem Armleuchter (ich verkneife mir schlimmere, aber zutreffendere Zuschreibungen) einfällt, es sei ja unmöglich, in der UN eine Resolution gegen Israel durchzubringen, da die USA sofort ihr Veto einlegen würden. Dabei ist das zur Zeit das einzig richtige, das die USA außenpolitisch zuwege bringen.

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Das Facebook-Demokratie-Problem

Facebook (im folgenden bei Gelegenheit einfach FB) ist nichts weiter als eine Plattform, man könnte sagen, ein schwarzes Brett. Gut, ein modernes schwarzes Brett, ein digitales schwarzes Brett, aber unterm Strich ein schwarzes Brett.

Warum? Weil jeder an einem schwarzen Brett eine Notiz hinterlassen kann. Früher nahm man dazu einen Zettel und einen Reißnagel. (Ich mußte jetzt ganz schön lange googeln, um auf diesen Namen zu kommen: Reißnagel! Total vergessen…) Heute tippt man schnell etwas ein und schon kann es die ganze Welt lesen. Die Welt derer, die auf FB unterwegs sind, zumindest.

Heiko Maas paßt es nicht, daß auf diesem schwarzen Brett namens Facebook häßliche Sachen passieren. Und er droht FB mit Bußgeldern in Höhe von bis zu fünfzig Millionen Euros, falls FB diese Dinge nicht spätestens auf Aufforderung hin innerhalb eines Tages entfernt.

Der Guardian hat über die internen Richtlinien, die es mittlerweile bei FB betreffend unliebsame Postings gibt, einen aufschlußreichen Artikel veröffentlicht:

https://www.theguardian.com/news/2017/may/21/revealed-facebook-internal-rulebook-sex-terrorism-violence

Da gibt es doch eine ganze Reihe prinzipieller Probleme, denn das, was mitunter so einfach aussieht, führt doch schon bei etwas näherem Herantreten zu schwerwiegenden Fragen:

1. Wer hat das Recht, solche Regeln zu erstellen?

2. Wer hat das Recht und die Kompetenz, zu beurteilen, ob etwas, was wie eine Beleidigung aussieht, wie eine Beleidigung zu handhaben ist?

3. Wer hat das Recht, zu beurteilen, wie weit man in der Wahl seiner Argumente und der Wahl seiner rhetorischen und sonstigen Werkzeuge im Zusammenhang mit einer Auseinandersetzung gehen darf?

Kurz, es tut sich doch zuallererst einmal die Frage auf: Kann, darf und soll unser öffentliches Leben auf einmal überall von einem Moderator oder einem Moderatorenteam überwacht werden?

Niemand würde doch wohl auf die Idee kommen, Wächter auf die Marktplätze zu stellen, die einschreiten, sobald ein Mensch einen anderen Doofkopp nennt, ein weiterer einen Wahlkämpfer der Linken Totengräber der Demokratie oder noch ein anderer Lügenpresse schreit.

Auf FB muß aber all das jetzt wohl ge- und bewertet werden, damit man in den Fällen, in denen nach Herrn Maas’ Maßgabe eine rote Linie überschritten ist, eingeschritten werden kann.

Die grundlegende Frage ist also: Was unterscheidet FB von einem Marktplatz?

Ich denke, ein wichtiger, vielleicht sogar der wichtigste, Unterschied ist: Wenn sich auf dem Marktplatz jemand auf den Obstverkäufer stürzt und schreit: “Ich schneide dir die Eier ab, du Judensau!”, und dabei womöglich noch ein Messer in der Hand hat, dann kann man diesen Menschen stoppen, die Polizei rufen und darauf hoffen, daß die Justiz korrekt ihrer Arbeit nachgeht. Entscheidend hierbei: Im Regelfall, und wir reden ja hier speziell vom Marktplatz, um das Grundsätzliche herausarbeiten zu können, läßt sich also die Anonymität, die ja jeder in erster Linie für sich gerne in Anspruch nimmt, wenn er aus dem Haus geht, beseitigen, wenn jemand durch sein Verhalten dazu Anlaß gibt. Was wohl hier im Beispiel ganz sicher der Fall ist.

Wenn aber jetzt etwas Vergleichbares auf FB passiert, läßt sich der Täter nicht hinter der Fassade der Anonymität hervorzerren, denn erstens kann es sein, daß er niemals korrekte Daten über seine wahre Identität bei FB preisgegeben hat, also nicht einmal nicht-öffentlich bei der Einrichtung seines Profils, und zweitens kann es schwierig sein, selbst dann der Person habhaft zu werden, wenn FB den wahren Namen kennt.

Man kann jetzt sagen, daß unser sozialer Umgang auf Marktplätzen von der deutschen Gesetzgebung und Gerichtsbarkeit geregelt wird sowie von der Polizei als exekutiver Macht. Das ist in Ordnung in soweit, als daß diese Instanzen geformt wurden durch Prozesse, die ihrem Wesen nach demokratisch waren und sind.

Davon kann aber auf FB überhaupt keine Rede sein! Und trotzdem steht FB auf einmal da als virtueller Marktplatz mit denselben Funktionen wie der reale, körperliche Marktplatz, aber völlig losgelöst vom politischen Raum und demokratischer Willensbildung.

Das mag ja niemanden stören, solange man Selbstportraits postet, auf denen man sich am Strand beim Eisschlecken präsentiert, aber die Sachlage ändert sich schnell, wenn Mobbing, Haßtiraden, Verunglimpfungen, üble Nachrede, Verleumdungen und vieles mehr ins Spiel kommen.

Jeder hat das Recht auf Anonymität! Ohne dieses Recht hätten wir keine freien Wahlen, denn da gilt, daß die Stimme anonym abgegeben wird. Und es geht niemanden etwas an, welche und wieviel Kondome ich kaufe, ob ich Medikamente gegen die Symptome meiner beginnenden Parkinson-Erkrankung nehme oder ob ich Antidepressiva benötige, um meinen Alltag bewältigen zu können. Und um beim Beispiel zu bleiben: Die Anonymen Alkoholiker haben doch das Recht, anonym zu bleiben in ihrer Selbsthilfegruppe! Und jemand, der die Diagnose Parkinson gestellt bekommen hat, soll doch die Möglichkeit haben, sich mit anderen Leidensgenossen darüber auszutauschen, und zwar ohne daß die Nachbarn mitlesen!

Aber der Volksverhetzer hat dieses Recht auf Anonymität verwirkt! Das ist allerdings völlig wurscht, wenn er das Volk verhetzen kann auf Plattformen, die keinerlei Mittel und Wege bereitstellen, solche Verbrecher dingfest zu machen, sprich, ihre Identität herauszufinden.

Wir brauchen also soziale Medien, an denen man sich in einer Weise anmelden kann, die keinen Zweifel an der Identität läßt (bspw. über einen entsprechenden elektronischen Ausweis mit Lesegerät), auf denen man sich aber wahlweise anonym oder auch mit Identitätsangabe äußern kann, so daß man bei Gesetzesverstößen identifiziert werden kann.

Na toll, wird es jetzt heißen: “Ein staatlich überwachtes Facebook, so wie in China! Die Partei liest mit, bei Unbotmäßigkeit gibt’s auf den Hut!” – Ja, stimmt! Also ist das keine Lösung.

Habe ich behauptet, das Problem lösen zu können? Nein, habe ich nicht! Herr Maas scheint aber recht überzeugt zu sein von seinen Gesetzeseingaben, sonst hätte er sie nicht gemacht. Daß sie nichts taugen, kann man leicht einsehen, finde ich. Aber auch wenn ich selber hier keine Lösung anbieten kann, helfen meine Gedanken vielleicht dem einen oder anderen, etwas genauer auf die Problematik zu schauen. Und das ist dringend notwendig, denn ob wir es wollen oder nicht: Facebook ist Teil unserer gesellschaftlichen Strukturen geworden, und daher sollten wir uns präzisere Gedanken darüber machen, was dort passiert, anstatt mit Bußgeldern in astronomisch-absurder Höhe eine Handlungsfähigkeit vorzutäuschen, die tatsächlich überhaupt nicht vorhanden ist. Zumal das Bußgeld Facebook gilt, die Täter aber nicht bestraft werden, sondern ihre Taten nur unsichtbar gemacht werden. So lange, bis sie wiederholt werden. Das Gesetz zeigt also einen ganz großen Hammer, der aber meilenweit am eigentlichen Ort des Geschehens vorbeihaut. Ziemlich lächerlich, das Ganze.

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Diese Regierung ist Deutschland

Ich frage mich, was Gabriel in Israel wollte. Und ich frage mich, was Steinmeier dort im Anschluß an Gabriels Besuch im Sinn hatte. Wird Israel als Profilierungsmaterial mißbraucht, um die Bundestagswahl vorzubereiten?

Gabriel trifft sich mit Organisationen, deren Legitimation und Glaubwürdigkeit kritisch gesehen werden, um es vorsichtig auszudrücken. Diese Treffen zieht er einem Gespräch mit dem Ministerpräsidenten vor. Ich denke, das ist eine klare Positionierung. (Und ich bin mir 100% sicher, daß Gabriel bei seinen Gesprächen mit den bekannten NGOs nichts, aber auch gar nichts gehört haben dürfte, was er nicht ohnehin schon zu wissen glaubte.)

Hier ein Interview, das Gabriel dem Hamburger Abendblatt gegeben hat:

http://www.abendblatt.de/politik/article210400249/Sigmar-Gabriel-G20-Hamburg-wer-denn-sonst.html

Interessant hier vor allem die Aussage: “Die aktuelle Regierung ist nicht Israel, auch wenn sie das gern so darstellt.”

Demokratisch gewählte Regierungen werden gemeinhin als legitimierte Vertreter ihres Volkes, ihres Staats gesehen. Nicht so die israelische. Israel hat gefälligst das zu sein, was Herr Gabriel in ihm zu sehen wünscht.

Die beiden Besuche haben anscheinend überhaupt nichts gebracht, außer daß man mal wieder dort war. Wozu also das Theater? Gekrönt mit einer noch nie dagewesenen Kranzniederlegung am Grab Arafats durch unseren Bundespräsidenten?

Die Legitimation der israelischen Regierung wird in Frage gestellt, die der Terrororganisationen Fatah und Hamas als Vertretungen der Palästinenser wird nicht ansatzweise hinterfragt. Aber das ist so normal, daß beim deutschen Wähler lediglich hängenbleibt:

  1. Die SPD zeigt klare Kante gegen…
    a) Israel
    b) Israels Politik
    c) Israels Regierung
    d) Benjamin Netanjahu
    (Sie dürfen aus den Unterpunkten das Menü Ihrer Wahl zusammenstellen.)
  2. Die SPD setzt sich ein für…
    a) Menschenrechte
    b) Palästinenserrechte
    (Perfide hierbei: Das soll dann übertünchen, daß das Asylrecht demontiert wird und somit andernorts, nämlich hierzulande, Menschenrecht massenhaft mißachtet wird.)

Hier wird mal wieder Politik auf dem absolut untersten Niveau gemacht: Verstandes- und Intellekt-befreit (was vielen ohnehin besonders leicht fällt) und mit Gefühlsmatsch und Halbwissen überkleistert, denn Verstand ist das letzte, was die SPD dem deutschen Wähler andichten würde.

Bleibt nur zu sagen, was der Leser schon vermutet haben dürfte: Diese Regierung ist Deutschland. Leider.

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Monitor zur Autobahnprivatisierung

Das verlinkte

Video bei Youtube

zeigt die Reaktionen von drei Politikern gegenüber einer Journalistin des WDRs. Ich empfehle dringend, sich auch das ganze Video anzuschauen, noch findet es sich in der Mediathek:

http://www1.wdr.de/daserste/monitor/videos/video-autobahnprivatisierung-der-schlingerkurs-der-spd-100.html

Das Verhalten dieser drei, Oppermann, Kauder und Dobrindt, ist an Arroganz und Dämlichkeit nicht zu übertreffen! Was glauben die eigentlich, für wen sie arbeiten und von wem sie ihr Geld bekommen? Dieses autokratische, der Demokratie Hohn und Spott entgegenbringende Verhalten ist ein unwürdiges, widerliches und ekelerregendes Spektakel. Wenn sich jemand mir gegenüber so verhalten würde, könnte ich den Drang, ihm in die Fresse zu hauen, nicht unterdrücken.

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