Rostschreck gegen Supermagnet

Jetzt hat schon wieder einer eine Marketingidee, um Magnete zu verkaufen: Den Rostschreck gegen Flugrost in der Spülmaschine! Das Beste daran: Auf der Verpackung steht, daß der Magnet (der um die 10,-EUR kostet) ca. 600 Spülgänge hält. Am besten kauft man sie also im Abo.

Aber ich denke, das ist die falsche Herangehensweise! Warum einen Magneten an die Spritleitung im Auto und einen an die Wasserleitung klemmen? Warum darüberhinaus einen in die Spülmaschine und einen in die Waschmaschine legen? Da braucht man ja Hunderte! Ganz abgesehen von meinem Magnetarmreif, meinen Einlegesohlen mit Magneten und dem Rasierklingenschärfer.

Think big!

Für um die 1000,-EUR bekommt man einen Neodym-Magneten wie diesen hier:

Am besten kauft man sich also gleich etwas großes und legt es auf den Eß- oder Wohnzimmertisch. Nach ein paar Wochen wird man folgendes bemerken:

1. Das Auto braucht weniger Sprit!

2. Das Wasser ist sprudeliger und enthält mehr Energie!

3. Alle Kalkrückstände in den Leitungen sind verschwunden!

4. Der Stromverbrauch ist um 25% zurückgegangen!

5. Unentdeckte Krebszellen, die zu einer tödlichen Erkrankung geführt hätten, sind wieder verschwunden!

6. Die Luftqualität hat sich spürbar verbessert, das bestätigen auch die Nachbarn!

7. Die Katze verliert keine Haare mehr!

8. Ich muß nicht mehr staubsagen, nur noch den Magneten alle 14 Tage abwischen!

Nachtrag: Ich bin jetzt reich! Opa kam rein, Schrittmacher stoppte auf der Stelle, Erbe angetreten! Super!

Datenschutz?

Vielleicht kann mir das hier einer erklären:

Ich darf hier also nicht meine Kontaktdaten hineinschreiben, selbst wenn ich es so wollte? Damit bin ich doch nicht mehr Herr meiner Daten, wenn ich mich auf diese Website begebe, wen’s interessiert, dieses Dialogfeld finden Sie hier:

http://www.daserste.de/unterhaltung/krimi/tatort/sendung/unter-kriegern-100.html

Ich dachte immer, der Datenschutz diente vor allem dem Zweck, daß die Verfügungsgewalt der Menschen über ihre persönlichen Daten sichergestellt ist. Genau das ist hier nicht mehr der Fall. Das mag verstehen, wer will. Ich verstehe es nicht.

Ungeheuerlich, was sich das Kontraste-Magazin herausnimmt!

http://www.ardmediathek.de/tv/Kontraste/Die-unlauteren-Tricks-der-Ausl%C3%A4nderbeh%C3%B6r/Das-Erste/Video?bcastId=431796&documentId=47483596

Haben Sie ihn sich angesehen? Den Versuch, einen Politiker zu interviewen?

Welch eine Anmaßung! Da kommt so ein langweiliges Polit-Magazin, wie Herr Al-Wazir das nennt, daher, und wagt es, unbotmäßige Fragen zu stellen!

Einen Menschen zu belästigen, der in seiner Arbeit für die Gesellschaft derart aufgeht, daß er keine Zeit hat, noch daran zu denken, daß er nur dank Wählers Gnaden auf dem hohen Roß sitzt, auf dem er sich wähnt, ist ungeheuerlich!

Ich ermahne das Team des Kontraste-Magazins in aller Schärfe, sich für die Allgemeinheit aufopfernde Menschen wie diesen Grünen in Ruhe ihre Arbeit tun zu lassen: Ungerechtfertigte kritische Nachfragen behindern den Fortgang der politischen Arbeit!

BITTE UNTERLASSEN SIE DAS IN ZUKUNFT!

Sibylle Berg über die BDS-Bewegung

Ja, von dieser (psychologischen) Seite her bin ich das Thema bislang nicht angegangen, aber ich glaube, Berg hat recht:

http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/selbstueberschaetzung-ein-wort-und-jeder-weiss-bescheid-kolumne-a-1163345.html

Es steckt eine ganze Menge Anmaßung und Selbstgerechtigkeit hinter dieser Kampagne, da finden Menschen, die sonst nicht wissen, gegen was sie ihren Haß abreagieren sollen, das alte Feindbild wieder. Und würden natürlich empört aufschreien, wenn man sie als das bezeichnen würde, was sie sind: Antisemiten. Feinde der Juden, getarnt als Feinde Israels. (Wobei man sich wieder fragen muß, was für eine idiotische Vorstellung von einem Staatswesen hier vorhanden sein muß, daß man alle bestrafen will, die in diesem Land leben. Alle! Merken die nicht, daß das ein widerwärtiges Pogrom ist?)

Aus Norwegen gab es ja leider wieder schlechte Nachrichten, als sich die LO (Norwegens größte Gewerkschaft) für die Teilnahme an der BDS-Kampagne aussprach. Ein unglaublicher Vorgang! Jedem unbedarften Beobachter müßte doch schlagartig klar sein, wie irrational und dumm die ganze Kampagne ist, daß sie von blankem Haß getragen wird und mit einem verstandesgesteuerten Versuch, die Welt zu verbessern, nichts zu tun hat.

Daher danke an Frau Berg und auch an Spiegel.de für diese öffentliche Stellungnahme!

Die Demonteure der Demokratie

Es ist mir ein Anliegen, erneut auf das ungeheuerliche Verhalten dieser Politiker hinzuweisen:

https://www.youtube.com/watch?v=_q5E9ak7k_Q

Und ich verstehe nicht, warum zu keinem Zeitpunkt ein Aufschrei durch die deutsche Presse ging. Hat man sich schon so daran gewöhnt, behandelt zu werden wie Dreck unterm Schuh?

Macht das eigentlich Spaß, sich abkanzeln zu lassen wie Straßenköter? Wollt Ihr, liebe Journalisten, nicht auch einmal Eure Stimme erheben gegen solch ein Gebaren?

Ist es Euch Eure Würde nicht wert, dazu einmal Stellung zu beziehen?

Gute Nacht…

Geschlechtergerechte Sprache oder: Wie entgendere ich einen Text?

Im letzten SZ-Magazin, Heft 31/2017, ging es um die Polizei. Klar, der Nachhall von G20 usw. Und es ging um das Marketing der Polizei. Anders gesagt, um ihr Getwittere. Wer etwas auf sich hält, twittert. Wer hätte gedacht, daß der dritte Weltkrieg eines Tages per Twitter erklärt würde? Dagegen ist ja Bohlens Schlußmachen per SMS eine höflich-ausführliche Variante moderner Kommunikation.

Aber ich schweife ab: Es geht darum, daß die SZ in Gestalt ihres Mitarbeiters Wolfgang Luef kritisch hinterfragt, warum Polizei wie twittern muß bzw. sollen dürfte. Oder müssen sollte.

Es fängt damit an, daß die Überschrift des Interviews Witz, komm raus! lautet. Das legt nahe, daß die Polizei mit ihren Tweets witzig sein will, aber durch das Wollen das Sein kompromittiert wird, da das Wollen stärker als das Können ist. Da ist was dran, finde ich, denn ich kann nicht verstehen, warum Polizei-Tweets zusätzliche Dimensionen brauchen im Vergleich mit den üblichen Presseverlautbarungen von Polizeidienststellen.

Außer man unterstellt, daß die Polizei sich nicht von Karnickelzüchtern, Waffenherstellern und Parteien unterscheidet. Wer im Kapitalismus etwas sein will, muß sich darstellen. Vorzugsweise so, wie er gesehen werden will. Diese Selbstdarstellung der Polizei ist das, was Herr Luef aufs Korn nimmt: Obwohl die Gewerbekommissarin, Frau Yvonne Tamborini, die allem Anschein nach in Berlin für den Twitter-Account der deutschen Polizei schlechthin zuständig ist, sagt, daß das Twittern der Imageförderung dient, also dem Polizei-Marketing, spricht er im Anschluß von einem hochoffiziellen Kanal. Da darf man erst einmal fragen, was ein hochoffizieller Kanal ist. Da fiel mir bislang nur das Amtsblatt ein. Daß Twitter jetzt auch dazugehört, ist mir neu. Ich müßte mal mit meinem Rechtsanwalt klären, ob Aussagen, die mir per Twitter zugehen, Rechtskraft besitzen.

Aber was stößt dem Herrn Luef hier wirklich sauer auf? Dieser Satz aus einem Tweet der Polizei:

“Vier Frauen und ein Mann wollten Klamotten und Klamottinnen klauen.”

Über die Frage, ob das ein guter Witz ist, will ich nicht streiten, das ist kompliziert. Aber eines ist klar: Aus irgendeinem Grund macht sich der Autor des Tweets über ein Phänomen lustig, das auch ich zum Kotzen finde, nämlich die Ideologisierung unserer Sprache. Aber Herr Luef ist weit entfernt von einer solchen Problematisierung und verkürzt, wie alle, die ideologisierte Sprache hip und angesagt finden, auf die Aussage: “Die Polizei parodiert da geschlechtergerechte Sprache über einen hochoffiziellen Kanal.”

Ja, und das mit Recht! Ich wünsche mir, das würden noch viel mehr Leute und Institutioninnen tun! Geschlechtergerecht! Das heißt im selbstgerechten Duktus der Verfechter solcher Sprachvergewaltigungen, daß nur der gerecht ist, der so dumm daherschwätzt. Wenn einer meint, er würde etwas zur Geschlechtergerechtigkeit beitragen, wenn er von Studierenden spricht, anstatt den korrekten Terminus Studenten zu benutzen, dann nimmt er die Realität als Wunschvorstellung wahr.

Und was viel schlimmer ist: Diese Form der Sprachverhunzung führt zu einer erheblichen Behinderung der Rezeption von Texten. Ich bin sowieso ein manisch getriebener, aber mir hilft es, wenn ich Texte entgendere. Dazu verwende ich diesen Stift:

https://www.amazon.de/gp/product/B00260VN6C/ref=oh_aui_search_detailpage?ie=UTF8&psc=1

Mit dem kann man mit zwei Strichen fein säuberlich aus

Die Bürgerinnen und Bürger Somalias leiden unter…

das hier machen:

Die Bürger Somalias leiden unter…

Und ich sage Ihnen: Es ist eine unvergleichliche Wohltat, die zweite Variante lesen zu dürfen. Die erste läßt mich nämlich immer fragen, was der Autor eigentlich von mir will, das reißt mich aus dem Kontext, ruft meinen Widerspruch hervor und lenkt meine Gedanken völlig weg vom eigentlichen Thema.

Die ganz schlimmen Sachen kann aber auch dieser SAKURA Pinselstift PIGMA BRUSH, dunkel sepia, nicht korrigieren: Die Menschen jüdischen Glaubens, die man früher Juden nannte.

Aber ich glaube, daß man einen Autor, der gelegentlich von -innen und -e(r)n schreibt, gerade noch goutieren kann, aber wenn er von Flüchtenden schreibt oder von Migrantinnen und Migranten, dann kann man wohl nicht mehr davon ausgehen, daß er noch bei klarem Verstand ist. Demzufolge würde ich von einer Lektüre dann auch Abstand nehmen.

PS: Die Überschrift ist eine Parodie auf den Wahn, der sich in den Blättern für deutsche und internationale Politik breitgemacht hat. Aus einer normalen Überschrift wird dort

Eine normale Überschrift oder: Wie Überschriften unser Sein verändern

Oh, Herr, laß Hirn regnen…

Gerade auf SWR2…

Vor ein paar Minuten, es ist jetzt 0729, kam auf SWR2 ein Kommentar zum Rücktritt Carla del Pontes von ihrem Posten als UN-Sonderermittlerin in Syrien. Sie hat ja zum Ausdruck gebracht, daß das vor allem der Frustration geschuldet sei, die sie in ihrer Arbeit erlitten hat. Wofür der Kommentator größtes Verständnis hat, denn, und das ist das erste und einzige konkrete Beispiel, das diesem Armleuchter (ich verkneife mir schlimmere, aber zutreffendere Zuschreibungen) einfällt, es sei ja unmöglich, in der UN eine Resolution gegen Israel durchzubringen, da die USA sofort ihr Veto einlegen würden. Dabei ist das zur Zeit das einzig richtige, das die USA außenpolitisch zuwege bringen.